Energie sparen mit Erfolg: Dach dämmen

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5. Juli 2022

Wärme steigt von unten nach oben. Dort wird sie vom Dach aufgehalten – oder auch nicht. Fest steht, dass die Dachfläche ein besonders kritischer Punkt ist, denn hier entstehen oft Schwachstellen, die zum Entweichen der Wärme einladen. Dem Dämmen eines Dachs sollte deshalb im Hinblick auf die Energieeinsparung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Wobei die eigentliche Wärmedämmung dieselben Qualitätsansprüche erfüllen sollte wie die Isolierung des Dachs.

Wie das Dach dämmen idealerweise aussehen sollte, empfiehlt die Energieeinsparverordnung (EnEV) in ihrer aktuellen Fassung. Bei unseren Tipps zum Energie sparen gehen wir von Häusern mit ausgebauten Dachgeschossen aus. Die Dämmung des Dachs teilt sich in diese drei Möglichkeiten auf:

Die Aufsparrendämmung

Der Name drückt es bereits aus: Die Dämmebene liegt oben auf der Sparrenkonstruktion. Eine besonders vorteilhafte Form bei der Dämmung des Dachs, denn eventuell vorhandene Wärmebrücken wie die Sparren oder Mauerwerkskronen werden vollflächig überdeckt. Die Methode kommt dann zum Einsatz, wenn der Dachstuhl von innen sichtbar bleiben soll. Als Dämmstoffe empfehlen sich Mineralwolle, Dämmmatten aus nachwachsenden Rohstoffen oder auch Holzfaserplatten.

Die Zwischensparrendämmung

Das Dämmmaterial ist bei dieser Anwendung zwischen den einzelnen Sparren untergebracht. Recht häufig überschreiten die vom EnEV geforderten Dicken der Dämmstoffe die Höhen der Sparren. Daraus entsteht dann so etwas wie eine Kombination mit der zuvor beschriebenen Aufsparrendämmung. Zum Ausgleich des Höhenunterschieds können die Sparren über Kanthölzer aufgedoppelt werden.

Die Untersparrendämmung

Dach dämmen nach dieser Methode verdeckt den Dachstuhl vollständig, weil sie komplett unterhalb der Sparrenebene ausgeführt wird. Diese Variante erfreut sich großer Beliebtheit, weil in der Dämmebene alle Installationsleitungen verstaut werden können.

Beim Dämmen des Dachs nicht vergessen: Die Dachisolierung

Zurück zur angesprochenen Dachisolierung, die durch den Zustand ihrer Luftdichtigkeit entscheidend ist für ein rundum gelungenes Resultat. Großer Wert sollte auf die Anschlüsse an den Dachfenstern oder ans Mauerwerk gelegt werden. Weil die aktuelle Energieeinsparverordnung eine luftdichte und wärmebrückenfreie Bauweise fordert, dürfen Anschlussfugen von Fenstern nicht mehr wie früher üblich mit Montageschaum ausgeführt werden. Vorgeschrieben ist ein spezielles Klebeband, das der DIN-Norm 18355 entspricht.

Checken Sie Ihre Dachdämmung – am besten im Winter

Wenn die Dächer voller Schnee sind, lassen sich Mängel, Fehler oder Beschädigungen an der Wärmedämmung besonders leicht aufdecken. Denn überall dort, wo der Schnee deutlich sichtbar abtaut, befindet sich eine Wärmebrücke. Ein weiterer Indikator bei sehr dicken Schneedecken sind große Eiszapfengebilde, die durch Schmelzwasser unterhalb der Regenrinne entstehen.

Alle entdeckten Lecks im Dach zeigen ein vorhandenes Problem bei der Energieeinsparung auf: Hier strömt kostbare Wärme aus dem Haus und Ihre Heizkosten steigen ebenfalls nach oben. Beachten Sie bitte auch die Feuchtigkeitsbildung an den betreffenden Stellen. Die undichte Wärmedämmung im Dach wird schnell durchnässt und verliert somit ihre Wirkung. An den feuchten Stellen kann sich außerdem Schimmel bilden. Um das Budget zu schonen und die Bausubstanz zu schützen, sollten Sie Schäden und Mängel an der Dachdämmung so schnell wie möglich beheben.

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